20 Jahre Elektroaltgeräteverordnung

Seit zwei Jahrzehnten ist die Elektroaltgeräteverordnung (EAG-VO) in Kraft. Als ein führendes Sammel- und Verwertungssystem hat UFH ein flächendeckendes Netzwerk für die Wiederverwertung von Elektroaltgeräten in Österreich mitaufgebaut. Was als gesetzliche Verpflichtung begann, gilt heute als Erfolgsgeschichte gelebter Kreislaufwirtschaft.

Die EAG-Verordnung regelt seit 13. August 2005 die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Entsorgung und Wiederverwertung von Elektroaltgeräten in Österreich. Das bedeutet 20 Jahre erweiterte Herstellerverantwortung und war die Geburtsstunde der UFH-Systembetreibergesellschaften für Elektroaltgeräte und Altlampen – als Lösung von der Industrie für die Industrie.

Bewusstseinsbildung im Fokus

Neben dem Aufbau der Logistik war von Beginn an die Bewusstseinsbildung der Konsument:innen entscheidend. Elektroaltgeräte enthalten neben Schadstoffen wertvolle Rohstoffe, die in den Kreislauf rückgeführt werden müssen. Der erste Schritt für eine funktionierende Circular Economy ist die kostenlose Entsorgung in einer von mehr als 2.000 kommunalen Sammelstellen und geht über die Hightech-Sortierung bis hin zur Behandlung in spezialisierten Anlagen. Ziel ist die Gewinnung hochwertiger Sekundär-Rohstoffe, um neue Elektrogeräte und Produkte herzustellen.

Partner der Circular Economy

Für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft ist die Zusammenarbeit aller Akteure wesentlich, darunter Hersteller, Händler, Entsorgungsbetriebe, Konsument:innen sowie Sammel- und Verwertungssysteme. Als zuverlässiger Partner sorgt UFH dafür, dass Elektroaltgeräte und Batterien in Österreich rechtskonform, effizient und umweltgerecht wiederverwertet werden. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat der Umweltpionier über 480.000 Tonnen Elektroaltgeräte fachgerecht gesammelt – rund 205.000 Tonnen Eisenmetalle wurden daraus gewonnen. „Diese Menge wäre ausreichend, um ein Bahnnetz mit einer Gesamtlänge von 1.700 Kilometern zu errichten. Das entspricht einem Drittel des gesamten österreichischen Schienennetzes oder fast dreimal der Eisenbahnstrecke von Wien nach Bregenz“, erklärt UFH-Prokuristin Brigitte Reich.

360-Grad-Kreislaufwirtschaft

Was als Sammel- und Verwertungssystem für Elektroaltgeräte und Altlampen begann, deckt heute nahezu die gesamte Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam mit Remondis errichtete UFH 2009 eine Kühlgeräte-Recyclinganlage in Kematen/Ybbs (NÖ). Rund 95 Prozent der Materialien von Kühlgeräten werden darin fachgerecht recycelt und behandelt. 2018 folgte die Gründung von SECONTRADE, einem digitalen Marktplatz für den raschen Wiedereinsatz hochwertiger Sekundär-Rohstoffe in Österreich und Europa. Zudem ist UFH in europäischen Netzwerken (WEEE Forum, EucoLight) aktiv und gestaltet so die Zukunft der Sammlung und des Recyclings aktiv mit.

Blick nach vorn

Für die kommenden Jahre setzt UFH auf digitale Lösungen, eine effiziente Logistik sowie starke Partnerschaften, um die Rücknahme und Wiederverwertung wertvoller Ressourcen weiter auszubauen. Ein aktueller Schwerpunkt ist die Umsetzung der neuen EU-Batterienverordnung. Sie stellt seit August 2025 zusätzliche Anforderungen an Hersteller, Händler und die Abfallwirtschaft. „Eine zukunftsfähige Circular Economy braucht innovative Ansätze und gelebte Verantwortung. Genau dafür stehen wir – gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden im Team“, betont UFH-Geschäftsführer Robert Töscher abschließend.

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