Neuer Sammelrekord bei Elektroaltgeräten

Mehr als 161.000 Tonnen Elektroaltgeräte wurden 2025 in Österreich gesammelt, so viel wie nie zuvor. Das zeigt die aktuelle Jahresbilanz der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH (EAK).

Die getrennte Sammlung ausgedienter Geräte ist damit im Alltag bereits fest verankert. Mit rund 17 Kilogramm pro Kopf zählt Österreich zu den europäischen Spitzenreitern. Bei Elektro- und Elektronikaltgeräten aus Haushalten stieg die erfasste Menge gegenüber dem Vorjahr um 0,32 Prozent.

Sammelleistung wird besser sichtbar

Wie gut Österreich im europäischen Vergleich abschneidet, zeigt auch die Sammelquote: Nach einer aktualisierten EU-Berechnungsmethode liegt sie vorläufig bei rund 90 Prozent und damit über der Mindestvorgabe von 85 Prozent. Die neue Methode berücksichtigt die Nutzungsdauer langlebiger Geräte wie Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen besser. So wird die österreichische Sammelleistung realistischer abgebildet.

Erfolgsmodell dank starker Partnerschaften

Dieser Erfolg ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit von Gemeinden, Abfallwirtschaftsverbänden, Handel sowie allen Akteur:innen entlang der Sammel- und Verwertungskette. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass ausgediente Geräte einfach zurückgegeben, gesammelt und verwertet werden. Österreich verfügt dabei über eines der dichtesten Sammelnetze Europas. Konsument:innen stehen mehr als 2.000 kommunale Sammelstellen und eine Vielzahl gewerblicher Rückgabestellen zur Verfügung.

Rückgabe im Handel wird erweitert

Damit die richtige Entsorgung gelingt, muss die Rückgabe einfach und so niederschwellig wie möglich sein. Seit 1. Oktober 2026 gelten im Handel erweiterte Rücknahmepflichten: Geschäfte mit mindestens 25 m² Verkaufsfläche müssen sehr kleine, batteriehaltige Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten kostenlos und ohne Neukauf zurücknehmen. Voraussetzung ist, dass keine äußere Abmessung des Geräts mehr als 25 Zentimeter beträgt. Die Pflicht gilt für Gerätearten und Mengen, die im jeweiligen Geschäft üblicherweise verkauft werden.

Fairer Wettbewerb als wichtiger Bestandteil

Das österreichische Sammelsystem kann langfristig nur dann erfolgreich bleiben, wenn für alle Marktteilnehmer:innen dieselben Regeln gelten. Dazu gehört, dass alle ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen und sich an den Kosten der Sammlung und Verwertung beteiligen, auch Anbieter im grenzüberschreitenden Onlinehandel. Das stärkt das Sammelsystem und schafft faire Bedingungen für den heimischen Handel.

Jede richtige Rückgabe zählt

Um das hohe Sammelniveau zu halten, ist die Unterstützung der Bevölkerung entscheidend. Gemeinsam mit der EAK ruft UFH daher auf, Elektroaltgeräte und Altbatterien ausschließlich über die vorgesehenen Sammelsysteme zu entsorgen. Jede korrekt entsorgte Batterie und jedes fachgerecht abgegebene Elektroaltgerät leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, zur Schonung wertvoller Ressourcen sowie zur Sicherheit von Mensch, Umwelt und Infrastruktur.

Weiterführende Infos zur erweiterten Rücknahme im Handel: https://ufh.at/eag-novelle-neue-pflichten-im-handel-ab-1-oktober-2026/

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