Abfallbranche stärkt heimische Wirtschaft

Mit einem Umsatz von rund 9 Milliarden Euro und über 30.000 Arbeitsplätzen zählt die Abfallbranche zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren Österreichs. Das belegt eine aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI).

Jährlich werden in Österreich 74 Millionen Tonnen Abfall gesammelt, sortiert und verwertet. Allein bei Haushaltsabfällen erreicht die Branche eine Recyclingquote von 62 Prozent – das ist der zweithöchste Wert in Europa. Die Abfallwirtschaft gilt damit als Schlüssel für eine gelebte Kreislaufwirtschaft: Durch die Entsorgung und Wiederverwertung von Ressourcen konnten 2024 rund 20 Millionen Tonnen Sekundär-Rohstoffe in den Produktionskreislauf rückgeführt werden.

Fakten zur Abfallwirtschaft in Österreich

Mit der Studie „Volkswirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Abfallwirtschaft“ belegt das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) die Relevanz der Branche. Sie basiert auf einer umfassenden Input-Output-Analyse von Daten der Statistik Austria. Untersucht wurden direkte und indirekte wirtschaftliche Effekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Lieferanten über Recyclingbetriebe bis hin zur Industrie wie Bau-, Metall- und Papierverarbeitung.

Die Studie verdeutlicht, dass die Abfallbranche in den vergangenen 10 Jahren maßgeblich gewachsen ist und hebt folgende Ergebnisse hervor:

  • 75.000 indirekt gesicherte Arbeitsplätze
  • 19,45 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung im Jahr 2024
  • 80 % Umsatzwachstum in den letzten zehn Jahren
  • 6,64 Milliarden Euro Anteil am heimischen BIP
  • 600 Millionen Euro Investitionen 2024 in Infrastruktur

Innovative Branche

Trotz ihres enormen Wachstums konnte die Abfallwirtschaft ihren CO2-Ausstoß seit 1990 um die Hälfte verringern. Diese Zahlen kommen nicht von ungefähr, dahinter steckt auch die Innovationskraft der heimischen Abfall- und Recyclingbranche: Österreich liegt unter den Top-5-Nationen der EU bei Patentanmeldungen. Damit die heimische Abfallbranche weiterhin Vorreiter der Circular Economy bleibt, fordern Expert:innen einen „Schengenraum für Abfall“ und einen funktionierenden Markt für Sekundär-Rohstoffe. Sie erleichtern länderübergreifend den freien Handel von Abfall und recycelten Materialien.

Gelebte Verantwortung

Seit über 30 Jahren setzt die UFH Holding GmbH auf eine 360-Grad-Kreislaufwirtschaft. Der Umweltpionier hat 2018 den digitale Marktplatz SECONTRADE gegründet und ermöglicht so den einfachen, effizienten Handel mit Sekundär-Rohstoffen in Europa.

Branchenbild Abfallwirtschaft – zusammenfassender Bericht:
https://www.oewav.at/upload/medialibrary/202501/Branchenbild_Abfallwirtschaft_2024_DL.pdf

 

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