Sie sind der Schlüssel für erneuerbare Energien – als zentraler Bestandteil von E-Autos, Speichersystemen oder Photovoltaik. Effizientes Recycling ist daher entscheidend, um den Bedarf an Batterien in Zukunft zu decken.
Batterien sind im Alltag unverzichtbar. Sie versorgen eine Vielzahl an Geräten mit Energie – vom Smartphone über den Computer bis hin zum E-Auto. Die Internationale Energie Agentur (IEA) schätzt, dass die globale Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien bis 2030 um das Fünffache steigen wird – und damit der Bedarf an wertvollen Ressourcen.
Batterien enthalten Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel. Diese Ressourcen werden zu einem großen Teil im Bergbau außerhalb Europas gewonnen – in China, Chile oder der Demokratischen Republik Kongo. Die Wiederverwertung ist wesentlich, um Primärlagerstätten zu schonen und eine kreislauffähige Batterieproduktion in Europa sicherzustellen.
Recycling kann einen großen Teil des Rohstoffbedarfs in Zukunft decken. Laut Fraunhofer Institut sind es bis 2050 rund 16 Prozent der globalen Lithium-Nachfrage, bei Kobalt und Nickel sind es sogar knapp 18 Prozent. Es gilt, bereits heute in die Entwicklung innovativer Recyclingmethoden zu investieren. Das zeigt das Beispiel des deutschen Chemiekonzerns BASF: Im April 2024 wurde im brandenburgischen Schwarzheide der Prototyp einer Metallraffinerie für die Wiederverwertung von Batterien in Betrieb genommen. Die Anlage extrahiert Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Kupfer und ist Bestandteil beim Aufbau des ersten gemeinsamen Zentrums für Batteriematerialproduktion und -recycling in Europa.
Bei den bisherigen Methoden werden die Batteriemodule entkernt, Kunststoff- und Metallteile herausgefiltert, um die sogenannte Schwarzmasse zu erhalten. Sie enthält begehrte Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder Eisen. Um diese zu lösen, sind verschiedene Chemikalien notwendig. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird an einer Methode gearbeitet, die ohne Chemikalien auskommt. Bei diesem Verfahren liegt die Verwertungsquote bei 70 Prozent und bietet eine kostenschonende, umweltverträgliche Recyclinglösung.
Welches Verfahren sich langfristig durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Entscheidend ist, dass alle Batterien durch korrekte Entsorgung dem Recyclingkreislauf zugeführt werden, denn das Ziel ist klar: Batterien müssen vom Verbrauchs- zum Kreislaufprodukt werden. Die Zusammenarbeit aller Akteure ist wesentlich, um die fachgerechte Entsorgung und Wiederverwertung der Rohstoffe sicherzustellen.
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