Die Verpackungen von Weihnachtsgeschenken verursachen viel Altpapier und Restmüll. Werden ein paar Tipps beachtet, lassen sich Geschenke nachhaltig verpacken, ohne auf den weihnachtlichen Zauber verzichten zu müssen.
Um 20 Prozent steigt das Abfallaufkommen in Österreich zur Weihnachtszeit, alleine in Wien fallen 550 Tonnen Restmüll und mehr als 300 Tonnen Altpapier zusätzlich an. Ein beträchtlicher Teil davon stammt von den weihnachtlichen Verpackungen und Geschenkpapier. Darauf ganz zu verzichten, würde dem Fest einen Teil seines Glanzes nehmen, aber wenn einige einfache Tipps befolgt werden, kann die Abfallmenge reduziert und das Recycling leichter gemacht werden.
Es beginnt mit der Auswahl des Geschenkpapiers, idealerweise eines ohne Plastik. Auf den ersten Blick ist es nicht immer ganz einfach zu erkennen, ob die Verpackung komplett aus Papier oder (zumindest teilweise) aus Plastik besteht. Hier helfen der Reiß- und der Schreibtest. Beim Reißtest das Papier einreißen und an den Kanten prüfen, ob eine hauchdünne Plastikfolie zu erkennen ist. Beim Schreibtest wird das Geschenkpapier mit einem Filzstift beschriftet. Lässt er sich auch nach einiger Zeit noch verschmieren, ist wahrscheinlich eine Plastikbeschichtung vorhanden. Nur unbeschichtetes Geschenkpapier gehört ins Altpapier, beschichtetes zum Restmüll. Das gilt auch für Papier mit metallischen, glitzernden oder durchsichtigen Elementen, außer es handelt sich nur um sehr kleine Einfügungen.
Selbst wenn man ganz ohne Geschenkpapier auskommen möchte, muss nicht auf eine schöne Verpackung verzichtet werden. Dabei kann der eigenen Kreativität freier Lauf gelassen und Upcycling betrieben werden. Viele Dinge, die zuhause vorhanden sind, eignen sich sehr gut als Geschenkverpackung. Alte Kalenderblätter oder Zeitungen und Zeitschriften können ein guter Ersatz für Geschenkpapier sein. Einmachgläser werden zu einer originellen Verpackung für kleine Gegenstände, nach Weihnachten finden sie in der Küche Verwendung. Aber auch Tragetaschen funktionieren als Hülle für Weihnachtsgeschenke. Wer ein Kleidungsstück zusammen mit einem weiteren Geschenk unter den Baum legen will, kann auch an das „Geschenk im Geschenk“ denken. Das Kleidungsstück wird um das andere Präsent gewickelt – und schon ist eine Verpackung eingespart.
Lieber ganz verzichten sollte man auf Plastik-Klebestreifen, Aufkleber mit Motiven, Kordeln, Schleifen und Anhänger aus Kunststoff. Sie verursachen viel Restmüll und sind oft schwer zu trennen. Mit den weihnachtlichen Verpackungen ist es aber nicht getan: Viele Produkte haben ihre eigene Transportverpackung, die meist aus mehreren Materialien besteht. Hier hilft es beim Entsorgen und Recyceln enorm, wenn diese Materialien getrennt und danach jeweils richtig entsorgt werden. Mit diesen Tipps gelingt nicht nur ein schönes, sondern auch ein nachhaltigeres Weihnachtsfest.
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